Mit einer Quartierswärmepumpe lässt sich Wärmeenergie aus der Luft, dem Erdboden oder dem Abwasser zur Beheizung mehrerer Gebäude im Quartier nutzen. Dafür muss allerdings neben der eigentlichen Heizanlage ein Gebäudenetz zur Verteilung der Wärme geschaffen werden. Das Land NRW stellt für solche Projekte jetzt ein eigenes Förderprogramm auf die Beine.
Düsseldorf. Das Land NRW fördert jetzt kleine Wärmenetze, welche eine klimafreundliche Wärmeversorgung mit Energie aus Luft, Erde oder Abwasser für maximal 16 Gebäude mit insgesamt bis zu 100 Wohneinheiten übernehmen. Darauf hat das zuständige NRW-Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie jetzt aufmerksam gemacht. Rund 60 Millionen Euro aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan stehen demnach für die Förderung der Errichtung oder Erweiterung solcher Gebäudenetze zur Verfügung.
Damit die Förderung über lange Zeit verlässlich angeboten werden kann, verteilt sich der Fördertopf auf jeweils 5 Millionen Euro, welche für zwölf Jahre jährlich bereitstehen. Die Förderung können private Eigentümer vermieteter Immobilien und Wohnungseigentümergemeinschaften ebenso beantragen wie Unternehmen oder Bürgerenergiegenossenschaften. Die Förderung erfolgt durch eine Anteilsfinanzierung und ist auf maximal 600.000 Euro je Projekt begrenzt.
Hohe Förderquote in Kombination mit Bundesförderung
Allerdings ist diese Landesförderung nicht die einzige Geldquelle für Eigentümer, die gemeinsam eine klimafreundliche Wärmeversorgung mehrere Gebäude im Quartier schaffen möchten. Sie ergänzt vielmehr die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), welche in einem ersten Schritt über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu beantragen ist. Sobald der Förderbescheid vom BAFA vorliegt, kann die Landesförderung über die Website der Bezirksregierung Arnsberg digital beantragt werden.
„Gemeinsam können Förderquoten von bis zu 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben erreicht werden“, rechnet das zuständige Ministerium vor. Alle weiteren Informationen zu diesem Förderprogramm sind auf der Website der Bezirksregierung Arnsberg nachzulesen. Da für die Realisierung von Gebäudeenergieprojekten in der Regel eine Gruppe von Beteiligten in einem Quartier zusammenfinden muss, unterstützt das Förderprogramm zugleich auch Vereine dabei, unabhängige und kostenlose Informationsveranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger zur Wärmeversorgung im Quartier zu planen.
Hinweis: Haus & Grund Rheinland Ruhr berät nicht zu Förderprogrammen. Mit Nachfragen zu diesem Förderprogramm wenden Sie sich bitte an die zuständige Bezirksregierung Arnsberg.
Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Ruhr verfasst.
Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel nach seiner Veröffentlichung nicht mehr aktualisiert wird. Das Veröffentlichungsdatum ist über der Überschrift angegeben.
